LATI's Expert*innenkomitee

LATI's Expert:innenkomittee diskutiert über raumplanerische Herausforderungen in der Großregion

Mit dem Expert:innenkommittee bringt LATI Wissenschaft, Verwaltung und politische Praxis an einen Tisch.

Damit ist ein wichtiger Schritt hin zu dem, was LATI im Kern ausmacht: ein echtes Science-Policy-Interface für die Großregion.

Rund 30 Fachleute aus Raumplanung, Verwaltung und grenzüberschreitender Zusammenarbeit bringen ihre unterschiedlichen Perspektiven und Erfahrungen zusammen. Die Treffen bieten Raum für fachlichen Austausch und die gemeinsame Entwicklung von Impulsen und Empfehlungen für eine zukunftsfähige grenzüberschreitende Raumplanung.

Ziel ist nicht nur Austausch, sondern die gemeinsame Weiterentwicklung und Einordnung von Forschungsergebnissen mit Blick auf ihre tatsächliche Umsetzbarkeit in der Raumplanung.

Damit wird ein Raum geschaffen, in dem Planungspraktiker:innen aus allen Teilregionen der Großregion auf lokaler, regionaler und grenzüberschreitender Ebene direkt mit Forschung in Dialog treten und gleichzeitig neue Netzwerke zwischen Raumplanungsexpert:innen in der Großregion entstehen.

 

Erstes Treffen: Netto-Null-Flächenverbrauch

Den Auftakt bildete am 19. Mai 2026 ein Präsenztreffen auf dem Campus der Universität Lothringen in Metz. Im Mittelpunkt stand der Netto-Null-Flächenverbrauch (NNLT) und die Frage, wie ein sparsamer Umgang mit Fläche in der Großregion umgesetzt werden kann.

Die Expert:innen tauschten sich über bestehende Ansätze und gute Praktiken zum Netto-Null-Flächenverbrauch (NNLT) aus, von der Vermeidung neuer Flächenversiegelung über die Verdichtung und Umnutzung bestehender Strukturen bis hin zu Entsiegelung und Renaturierung.

Im grenzüberschreitenden Kontext wurde insbesondere die Gefahr diskutiert, dass Flächennutzungsdruck lediglich von einem Gebiet in ein anderes verlagert wird. Die Expert:innen betonten daher die Bedeutung einer stärkeren interkommunalen und grenzüberschreitenden Zusammenarbeit sowie eines besseren Informationsaustauschs.

Zugleich wurde NNLT als Chance für mehr Lebensqualität verstanden: durch die Umnutzung von Brachflächen, die Wiederbelebung leerstehender Gebäude, qualitätsvolle Verdichtung und mehr Grünräume. Auch Flächensparen und Wohnungsbau wurden dabei nicht als Widerspruch gesehen, vorausgesetzt, bestehende Flächen und Gebäude werden stärker genutzt und Planungsansätze weiterentwickelt.

Am Nachmittag wurde die Diskussion bei einem Rundgang durch Metz praktisch vertieft. Im Fokus stand das Stadtentwicklungsgebiet Amphithéâtre südlich des TGV-Bahnhofs, dessen Entwicklung Vertreter von Metz Métropole vorstellten.

Vor Ort diskutierten die Expert:innen unter anderem Verdichtung, die Umnutzung bestehender Flächen und die Integration von Grünräumen. Dabei wurde deutlich, dass Flächensparen nicht nur eine Frage der Fläche, sondern auch der Qualität und Funktion von Stadträumen ist.
 

Zweites Treffen: Anpassung an den Klimawandel

16.11.2026 an der Universität des Saarlandes

Drittes Treffen: Transit-Oriented Development

Herbst 2027 an der Universität Trier