
Vom 12. bis 13. März 2026 verwandelte sich das Jugend- und Gästehaus Trier in ein lebendiges Forum neurowissenschaftlicher Forschung. Unter dem Schirm der UniGR-Eventreihe „ECHO“ kamen Vertreter*innen der kognitiven Neurowissenschaften aus den sieben UniGR-Partnerhochschulen zusammen, um aktuelle wissenschaftliche Entwicklungen zu diskutieren, neue Kolleg*innen zu treffen und gemeinsame Kooperationen anzustoßen.
Organisiert wurde die Veranstaltung durch das Institute for Cognitive and Affective Neuroscience (ICAN) an der Universität Trier. Getreu dem ECHO-Motto: ‚Connecting minds for a resonating future‘ bot das Treffen in historisch-moderner Kulisse zahlreiche Möglichkeiten zur Begegnung und Interaktion.
Feierliche Eröffnung und Auftakt
In ihrer Eröffnungsrede betonte Prof. Dr. Eva Martha Eckkrammer, Präsidentin der Universität Trier, die Bedeutung von ECHO als impulsgebende Plattform für den fachlichen Austausch und die langfristige Vernetzung von Wissenschaftler*innen über unterschiedliche Karrierestufen hinweg:
“The format of the ECHO series is certainly forward-looking: not only as an event for networking among established researchers in the Greater Region, but also and especially for networking among doctoral students and postdocs.”

Jun.-Prof. Dr. Florian Kasten, begrüßte die Teilnehmenden im Namen des Institute for Cognitive and Affective Neuroscience (ICAN) der Universität Trier und stellte die neurowissenschaftlichen Forschungsthemen und den Aufbau des Instituts vor.
Den inhaltlichen Auftakt markierte die Keynote von Caitlin Ware, Assistenzprofessorin an der Université de Lorraine. Sie erläuterte anschaulich, wie der Erwerb einer Zweitsprache kognitive Funktionen unterstützen und zugleich Emotionen, Urteilsvermögen sowie die subjektive Wahrnehmung beeinflussen kann – ein Thema, das gerade in der Großregion als mehrsprachigem, grenzüberschreitendem Raum von besonderem Interesse ist.
Panorama neurowissenschaftlicher Forschung in der Großregion
Im Anschluss präsentierten die verschiedenen Fachinstitute und Forschungsteams aus den Partnerhochschulen ihre individuellen Schwerpunkte und Ansätze– von bildgebenden Verfahren über die Messung von Proteinen bis hin zu psychoanalytischen Konzepten – und machten damit zugleich den gesellschaftlichen Wirkungsradius des Fachgebiets greifbar. Dabei wurde der Grundstein für das gegenseitige Kennenlernen und die Identifikation fachlicher Schnittpunkte gelegt.
Postersession: Projekte von Nachwuchswissenschaftler*innen im Fokus
Höhepunkt des ersten Tages bildete die Poster-Session am Nachmittag mit insgesamt 33 wissenschaftlichen Postern, präsentiert von Nachwuchswissenschatler*innen der sieben UniGR-Partnerhochschulen. Diese verdeutlichten einmal mehr, wie vielfältig die Arbeitsbereiche und eingesetzten Methoden in den kognitiven Neurowissenschaften sind und welche Potenziale eine verstärkte Zusammenarbeit der Institute eröffnet. Dabei gaben die Teilnehmenden treffende Einblicke in ihre spannenden wissenschaftlichen Fragestellungen, darunter z.B.:
- Wie erkennen bilinguale Personen Wörter in zwei Sprachen – und welche Rolle spielen dabei Wortlänge und Wortüberlegenheitseffekt?
- Wie beeinflussen Alter und Stresslevel die kognitive Ablenkung von Schmerzen?
- Welche Gehirnareale und neuronalen Signale steuern die Erkennung vertrauter Gesichter (im Vergleich zu unbekannten)?
The chance is yours: Förderungen und neue Kooperationen
Der zweite Tag bot einen wissenswerten Überblick zu den Förder- und Kooperationsmöglichkeiten in der Großregion. Cornelia Schmidt, Generalsekretärin der UniGR, stellte zentrale Angebote des Hochschulverbunds für Forschende der sieben UniGR-Partnerhochschulen sowie wichtige europäische Förderprogramme im Bereich der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit vor. Zusätzlich ermöglichte Lorraine Brindel-Schild von der Interreg-B-Kontaktstelle in Deutschland einen Einstieg in das Interreg-Programm "Nord-West-Europa", während Dr. Daria Sambuk vom Team Forschungsservice der Universität Trier u.a. Förderlinien der DFG präsentierte.
Neben wissenschaftlichen Vorträgen waren die beiden Konferenztage vor allem von dynamischen Gesprächen geprägt. Ein wissenschaftliches „Speeddating“ sowie Runde Tische bildeten den idealen Rahmen, um sich über die eigene Forschung auszutauschen und Möglichkeiten der zukünftigen Zusammenarbeit zu diskutieren.
Ein gelungenes Treffen, das die Teilnehmenden sowohl auf fachlicher als auch persönlicher Ebene zusammengebracht hat und aus dem sicherlich neue Teams und Forschungstandems über Grenzen hinweg erwachsen werden.



