
LATI war beim Launch von BENELUX-RISE dabei – einer neuen Initiative zur Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Forschenden und Expert im Bereich Raumplanung und territorialer Entwicklung.
Das BENELUX+ Netzwerk umfasst neben den drei BENELUX-Staaten – Belgien, die Niederlande und Luxemburg – die französische Region Hauts-de-France, das Land Nordrhein-Westfalen sowie die Großregion als Ganzes. RISE steht als Akronym für Research, Integration, Strengths & Expertise Network.
Die neue Kooperation wurde am 22. Mai 2026 im Generalsekretariat der BENELUX-Union in Brüssel im Rahmen eines explorativen Workshops ins Leben gerufen. Bei dieser Gelegenheit wurden rund fünfzehn Vorträge von Forschenden verschiedener Einrichtungen gehalten, darunter etwa ein Dutzend Universitäten und grenzüberschreitend tätige Organisationen. Die meisten Referierenden stammten aus Flandern und den Niederlanden, während drei Vertreter dem UniGR-CBS angehörten.
Tom Becker, Raphael Corrêa und Chris Reiter von der Universität Luxemburg zeigten auf, dass der grenzüberschreitende Vergleich von Flächenverbrauchsdaten schwierig bleibt. Trotz der zunehmenden Verfügbarkeit entsprechender Datensätze erschweren unterschiedliche Definitionen und Planungssysteme die Entwicklung gemeinsamer Indikatoren. Zugleich werden Unterschiede in den Governance- und Planungskulturen der beteiligten Regionen sichtbar.

Jean-Marc Lambotte und Sophie Vandionant von der Universität Lüttich sowie Mitglieder des Forschungszentrums Lepur haben sich ihrerseits mit den Möglichkeiten befasst, die Zersiedelung im Raum Benelux+ zu begrenzen, indem die Rolle der Eisenbahnachsen in der Raumorganisation gestärkt wird. Die auf den öffentlichen Verkehr ausgerichteten Ansätze – Transit-Oriented Development (TOD) – zielen darauf ab, Wohnen, Arbeiten und Mobilität besser entlang der Eisenbahnkorridore miteinander zu verknüpfen.
Loth Van der Auwermeulen, Postdoc-Juristin an der Universität Hasselt und Hauptorganisatorin dieser Veranstaltung, beabsichtigt, die Vernetzung weiter voranzutreiben. Konkret bereiten sie und die anderen treibenden Kräfte dieses Netzwerks, darunter Jan Wouters, Professor für Völkerrecht an der KU Leuven, einen fünfjährigen Förderantrag vor, um Aktivitäten zu organisieren, die die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in der akademischen Forschung zu den Herausforderungen dieses BENELUX+-Raums stärken sollen.



