
Grenzüberschreitende Dimension der Klimawandelanpassung - am 5.11.2025 in Arlon Campus Environnement
Im November 2025 trafen sich in Arlon beim 11. Forum der Großregion nicht nur Fachleute für Klimafragen. Vor allem kamen Menschen zusammen, die die Auswirkungen des Klimawandels in ihrer täglichen Arbeit erleben.
Kommunalvertreter:innen, Fachleute aus Verwaltung und Wissenschaft sowie Einsatzkräfte brachten ihre Erfahrungen ein – oft geprägt von jüngsten Ereignissen. Im Mittelpunkt stand eine gemeinsame Frage: Wie lässt sich die Zusammenarbeit über Grenzen hinweg verbessern?
Schnell wurde deutlich: Klimatische Auswirkungen machen nicht an Grenzen halt, während die Antworten häufig noch national organisiert sind.
Drei Themen standen im Fokus:
- das Hochwasserrisikomanagement;
- die Sicherstellung der Wasserversorgung in Dürreperioden;
- die Prävention von Waldbränden.
Hochwasser: eng verbundene Räume

In den Einzugsgebieten von Maas und Mosel sind die Regionen eng miteinander verbunden. Entscheidungen in einem Gebiet können unmittelbare Auswirkungen in einem anderen haben.
Vor Ort sind es vor allem die Kommunen, die handeln müssen – oft unter großem Zeitdruck. Gleichzeitig unterscheiden sich ihre Möglichkeiten erheblich.
Auch die Wahrnehmung von Risiken ist unterschiedlich. Während einige Menschen sensibilisiert sind, fehlt anderen das Bewusstsein.
Die Stärkung einer Risikokultur wurde daher als zentrale Aufgabe gesehen. Ebenso wurde betont, dass naturbasierte Lösungen, wie beispielsweise die Verbesserung der Wasserspeicherung und der Versickerung, eine wichtige Rolle spielen können.
Wasser: eine Ressource unter Druck
Die Verfügbarkeit von Wasser wird zunehmend zu einer Herausforderung. Die Situationen unterscheiden sich je nach Region deutlich.
Drei zentrale Ansatzpunkte wurden hervorgehoben:

- die Sicherung der Ressourcen durch Vernetzung und Diversifizierung;
- die Reduzierung des Verbrauchs;
- die Modernisierung der Infrastrukturen.
Auch Fragen der Wasserpreisgestaltung wurden diskutiert.
Waldbrände: ein wachsendes Risiko
Waldbrände werden auch in der Großregion relevanter. Die meisten entstehen durch menschliches Verhalten, während klimatische Bedingungen ihre Ausbreitung begünstigen.

Eine angepasste Waldbewirtschaftung kann helfen, Risiken zu reduzieren. Gleichzeitig bleibt die Zusammenarbeit im Ernstfall entscheidend.
Diese funktioniert bereits gut, stößt jedoch bei größeren Ereignissen an Grenzen.
Gemeinsam handeln
Mehrere Punkte wurden als besonders wichtig hervorgehoben:
- bessere Abstimmung zwischen den Ebenen;
- mehr Austausch von Daten;
- stärkere Einbindung der Bevölkerung.
Der Klimawandel stellt grenzüberschreitende Herausforderungen. Umso wichtiger ist es, die Zusammenarbeit weiter zu stärken und gemeinsam Lösungen zu entwickeln.
Weitere Details finden Sie im Bericht an Interreg sowie im beigefügten Programm
Contacts:
(Wissenschaftlicher Leiter, Lepur)
(Forscher, Lepur)
(Forscherin, Lepur)






